Herkunft:
Dieses Klimawandelgehölz kommt an der gesamten Ostküsten der USA und dem Südosten Kanadas vor. Die Scharlacheiche wächst dort als Mischbaumart für offene Wälder. Sie kommt aber auch in Reinbeständen vor.
Sie wächst vor allem gerne an trockenen, sandigen und durchlässigen Hanglagen bis in fast 1.600 Metern Höhe.
Wuchs:
In der Jugend wächst Quercus coccinea streng pyramidal mit waagerechten Seitenästen. Mit zunehmendem Alter werden die Kronen runder, unregelmäßiger und offener. Es bilden sich wunderschöne ausladende und knorrige Bäume!
Die Wuchshöhe kann gut 25 Meter erreichen. Je dichter die Bäume stehen, desto schlanger, astfreier und Höher werden diese auch. Im Wald können die Bäume auch noch höher als oben angegeben, werden.
Biologie:
Die Rinde ist an jungen Bäumen glatt und von grauer Farbe. Auch die Äste sind kahl und nicht behaart. Mit zunehmendem Alter wird die Borke dann rissiger und rauer, aber nie so rau, wie bei unseren heimischen Eichen.
Die herrlichen Blätter werden gut 12 cm lang und ca. halb so breit. Die Blättränder sind tief gebuchtet in bis zu 9 deutlich ausgebildeten Lappen. Im Herbst bildet sich eine gigantisch schöne Herbstfärbung in glühendem Scharlachrot! Diese Pflanze trägt maßgeblich zum Indiansummer in den USA bei!
Verwendung als Straßenbaum, Hausbaum und Forstpflanze:
Als Hausbaum nur für große Gärten! Eichen werden riesig, alle Roteichen, wozu auch die Scharacheiche gehört, sogar noch größer als unsere heimischen Eichen. Sie bildet herrliche Schattenspiele. Roteichen sind super robust und bilden eine Pfahlwurzel aus. Sie schützen mit Ihren breiten Kronen das Haus und sind trotzdem windsicher!
Als Straßenbaum eignet sich Quercus coccinea wirklich gut. Sie kommt mit Hitze und Trockenheit gut zurecht. Vorteilhaft sind eher saure und sandige Böden. Sehr schlecht sind staunasse und besonders stark alkalische Böden.
Scharlacheichen lassen sich, wie die Roteiche auch, perfekt in die verschiedensten Mischbestände integrieren. Besonders Hanglagen mit durchlässigen Böden sind zu empfehlen. Sie vertragen auch sehr viel Kälte, nur eben keine Staunässe.
Holz:
Da Scharlacheichen zur Familie der Roteichen gehört, kann man das Holz identisch zur Roteiche bewerten. Es ist schwer, aber offenporiger als das Holz, der heimischen Eichen. Roteichenholz verrottet daher schneller als das der heimischen Eichen.
Es handelt sich trotzdem, um ein hochwertiges Konstruktionsholz, welches im Außeneinsatz öfter gestrichen werden muss.
Es wird für Möbel, Furniere, Fußböden und Konstruktionen aller Art verwendet. Wer ganz genau Details über dieses Holz erfahren möchte, den möchte ich über den folgenden Link zu einem Amerikanischen Kollegen verweisen:
https://www.wood-database.com/scarlet-oak/
Zukunft/Resümee:
Alle Roteichen sind als Top zu bewerten! Sie kommen mit Hitze und Trockenheit sehr gut zurecht und intergrieren sich auch hervorragend in unsere Natur. Die Eicheln sind sehr nahrhaft und bilden eine hervorragende Wildnahrung für das Hoch- und Niederwild.
Wer einen großen Garten hat, oder eine Straße bepflanzen möchte, dem kann ich diese tolle Eiche nur empfehlen. Bei mir wächst diese Eiche nun schon mehrere Jahre. Sie ist gesund und robust und wächst wirklich weit schneller als die heimischen Eichen.