Herkunft:
Aesculus octandra kommt aus Nordamerika, wobei das Haupt Verbreitungsgebiet im Südosten der USA liegt. Dort wächst die Art wild an Berghängen und Flussufern, wobei sie sich von Pennsylvania bis nach South Carolina erstreckt.
Sie wird in Europa hauptsächlich als Zierpflanze in Parks und Gärten angebaut.
Die gelb blühende Rosskastanie ist in Nordamerika beheimatet. Das natürliche Verbreitungsgebiet von diesem Klimawandelgehölze erstreckt sich über den Südosten der Vereinigten Staaten, von Pennsylvania bis South Carolina und weiter südlich bis Alabama und Georgia.
Sie wächst dort vorwiegend an Flussufern und auf Berghängen.
Wuchs:
Sie wird bis zu 20 m hoch und bildet eine schmale Krone aus. Sie wächst langsamer als die europäische Rosskastanie. Es bilden sich mit der Zeit trotzdem mächtige Stämme und starke Kronen aus. Durch die schmalere Kronenform ist diese Rosskastanie auch nicht so windanfällig wie die europäische.
Biologie:
Blätter: Handförmig gefiedert, mit 5–7 Blättchen; die Blätter haben eine leuchtend gelbe bis gelb-orange Herbstfärbung.
Blüten: Aufrechte, bis 15 cm lange Rispen mit bis zu 3 cm langen, gelben Blüten. Blütezeit ist Ende Mai bis Anfang Juni.
Früchte: Große, kugelige und glatte Kapseln, die meist zwei nussartige Samen enthalten.
Rinde: Relativ glatt und braun- bis hellgrau, im Alter gröber und abblätternd.
Eignung für Garten, Straße und Forst:
Aesculus octandra eignet sich gut für größere Gärten, Parks und Alleen, da sie einen großen, schattenwerfenden Baum bildet. Sie ist daher nicht für kleine Gärten oder Vorgärten geeignet.
Die Gelbblühende Rosskastanie eignet sich aufgrund ihrer Robustheit gegen die Miniermotte und ihrer ansprechenden Wuchsform gut als Straßenbaum, da sie auch als Alternative zur anfälligen Gemeinen Rosskastanie dient. Sie ist zudem auch sehr hitzebeständig, da die Hitzeeinwirkung im Südosten der USA noch schlimmer ist, als bei uns in Mitteleuropa. Die Krone bleibt zudem zierlicher und schmaler, als bei der Gemeinen Rosskastanie und bringt somit weniger Schnittaufwand mit.
Dieses Klimawandelgehölz eignet sich eher mäßig als Forstpflanze, da ihre forstwirtschaftliche Bedeutung gering ist. Ihre Hauptvorteile sind die Resistenz gegenüber der Miniermotte, wodurch sie eine gute Alternative zur empfindlicheren Gemeinen Rosskastanie ist, sowie ihre ökologische Bedeutung als Nahrungsquelle für Insekten.
Die Stämme sind eher kurz und eigenen sich daher weniger für die Wertholzproduktion. Je enger man diese Pflanzt, desto höher und gerader werden die Stämme auch. Perfekt ist die Kombination mit einer Hilfsbaumart, wie Feldahorn oder Hainbuche.
Sie bietet eine wertvolle Nahrungsquelle für Insekten, besonders für Wildbienen und Hummeln, da sie im späten Frühjahr Nektar und Pollen liefert. Für Vögel und Kleinsäuger sind sie ein extrem wichtiger Lebensraum, da sie Rosskastanien gerne als Nist- und Lebensraum nutzen
Holz:
Das Holz der gelben Rosskastanie ist hellgelb bis weißlich und weist wenig sichtbare Jahresringe auf. Es ist zudem weich, was es leicht bearbeitbar macht.
Hergestellt wird Sperrholz, Kisten, Lattenroste für Betten und Jalousien. Für diese Zwecke eignet sich dieses leichte Holz perfekt.
Es ist matt glänzend und von unauffälligem Geruch. Es Lässt sich gut sägen, hobeln und drechseln. Es reißt bei der Trocknung wenig und lässt sich gut verleimen. Leider hält es nicht lange und ist anfällig für Pilze, Insekten und Schädlinge.
Festigkeit: Geringe Biegesteifigkeit und Druckfestigkeit.
Wichtig ist, dass man das Holz gut trockenen lässt, da es sich sonst stark verbiegt. Die geringe Haltbarkeit ist kein Problem, wenn man das Holz für Innenräume einsetzt. Es ist preislich attraktiv und ein guter Werkstoff.
Standorteigenschaften:
Aesculus octandra benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Besonders gut gedeiht sie auf humosen und tiefgründigen Sand- und Lehmböden.
Bevorzugt werden kalkhaltige Böden, diese sollten nicht zur Trockenheit oder Verichtung neigen. Sie verträgt aber Staunässe gut und kann auch mit Industrieabgasen, Verkehr und Streusalz umgehen.
Zukunft und Resümee:
Es stimmt nicht, dass gute Klimabäume alle nur Trockenheit aushalten müssen. Hitze, Staunässe, Stürme, plötzlich einkehrende Fröste usw.. wirken ebenfalls auf die Bäume ein. Hier haben wir eine wunderschöne, robuste und tolerante Baumart, die mit fast allen diesen Gegenseiten gut umgehen kann.
Sie hält zwar keine lange Dauertrockenheit aus, dafür aber strenge Hitze und auch Staunässe.Sie kommt sogar mit Überschwemmungen gut zurecht.
Rosskastanien sind nicht invasiv und leisten enormes für die Biologische Vielfalt. Es gibt manche Stimmen, die der Rosskastanie nachsagen, dass diese für Bienen keinen Wert hat. Das ist jedoch vollkommen falsch! Der Nektarwert liegt bei 3 und der Pollenwert ebenfalls bei 3. Das bedeutet, sie bietet Bienen eine hohe Menge an Nektar und Pollen, mit einer Skala von 0 (kein) bis 4 (sehr gut). Auch die Früchte werden vom Wild verzehrt, obwohl diese für uns Menschen giftig sind.
Auch wenn Rosskastanien ihr Laub früher als andere Baumarten verlieren, sind diese doch herausragend schön und die Amerikanischen Arten durchweg gesund. Wenn man die Böden gut vorbereitet hat man auch weiterhin in der Stadt einen treuen Begleiter!