Herkunft:
Picea engelmannii stammt aus dem westlichen Nord- und Mittelamerika. Sie kommt dort in Mischwäldern zusammen mit Douglasie, Kiefern, Lärchen, Eiben, Tannen und Pappeln vor. Sie bildet oft auch Reinbestände, je näher man an die Baumgrenze kommt.
Sie wächst zwischen 700 und 3300 Höhenmetern und ist eine Baumart für kalte Regionen mit strengen Wintern und viel Schnee.
In den USA ist es der am meiste gebrauchten Hölzer in der Holzindustrie.
Man findet Sie im westlichen Kanada, in allen westlichen Bundesstaaten der USA bis in den mittlerern Westen hinein und auch ein paar kleinere abgeschottete Bestände im Norden von Mexiko.
Wuchs:
Picea engelmannii wächst schmal kegelförmig mit leicht überhängenden Ästen. Diese Wuchsform ist auf die große Schneelast angepasst.
Zudem wächst sie sehr schnell und bekommt dicke Stämme mit einem Brusthöhendurchmesser von bis zu 2 Metern.
Sie kann wie die heimische Fichte locker 35 bis 50 Meter hoch werden. In Europa bleibt sie deutlich kleiner als in Nordamerika.
Sie wächst absolut gleichmäßig und malerisch, weshalb sie gerne auch als Weihnachtsbaum genutzt wird.
Biologie:
Die Nadeln sind ca. 3 cm lang und von blauer Farbe. Sie stechen für eine Fichte fast überhaupt nicht. Das Nadelkleind ist herausragend schön und für Schnittreisig interessant.
Die Zapfen sind kleiner als die der heimischen Fichte. Sie werden ca. 5 cm lang und ca. 1,5 cm breit. Sie sind zuerst violett und werden bei Vollreife braun.
Ab 25 Jahren fangen Picea engelmannii an Zapfen zu bilden.
Die Rinde is dünn und schuppig. Es lassen sich einzelne runde Schuppen aus der Rinde herauslösen.
Wie alle Fichten, bekommt auch die Engelmann-Fichte ein flaches Wurzelsystem. Sie ist daher auch windwurfgefährdet. Allerdings lässt sie sich sehr viel besser in Mischbestände integrieren, als die heimische Fichte und in Mischbeständen gibt es sehr viel weniger Windwurf zu verzeichnen.
Eignung zum Hausbaum, Straßenbaum und als Forstpflanze:
Im Hausgarten oder an der Straße hat diese Fichte nichts zu suchen. Sie wird viel zu hoch und im Alleinstand kann sie zu schnell durch starke Winde und Orkane fallen.
Es gab zahlreiche Anbauversuche in Deutschland. Diese vielen wegen mangelndem Zuwachs und zu starker Astigkeit aus den Anbauversuchen heraus. Im Agroforst ist sie als Schattengeber und Schnittreisiglieferant absolut interessant.
Wenn man diese Fichte gut durchforstet